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Neues aus der Graduiertenakademie


3. Zukunftsforum Bildungsforschung: Heterogenität - Diversität - Inklusion

Teilnehmerinnen an der Abschlussdiskussion: Dr. Steffi Rhein, Maike Rühl, Dr. Ulrike Beate Müller, Jasmin Benz, Pelagia Papadopoulou


Das diesjährige Nachwuchssymposium der Graduiertenakademie der Pädagogischen Hochschulen Baden-Württembergs fand am 25. und 26. November 2016 an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg statt. Mehr als 100 Promovierende und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus ganz Deutschland nahmen daran teil.
Wenige Begriffe stehen so stark im Fokus aktueller bildungspolitischer und bildungswissenschaftlicher Diskurse wie Heterogenität, Diversität und Inklusion. Neben der Entwicklung, Durchführung und Evaluation konkreter Praxismodelle geht es dabei auch um die Klärung grundlegender theoretischer Fragen – und die Frage, wie angesichts aktueller Herausforderungen ein produktiver Austausch zwischen wissenschaftlicher Theoriebildung und pädagogischer Praxis aussehen kann.

Die Graduiertenakademie der Pädagogischen Hochschulen Baden-Württembergs hat aus diesen Gründen „Heterogenität – Diversität – Inklusion“ als Themenschwerpunkt für das dritte Zukunftsforum Bildungsforschung gewählt, das am letzten Novemberwochenende an der PH Ludwigsburg stattfand. Mehr als 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer folgten den Vorträgen und Diskussionen in den vier Themensträngen. Rund die Hälfte der Teilnehmerinnen und Teilnehmer kam von den Pädagogischen Hochschulen Baden-Württembergs.

Um der Breite der Themenstellung gerecht zu werden, aber dennoch strukturierte Diskussionen zu ermöglichen, wurde die Tagung in vier Themenstränge geteilt – fachdidaktische Ansätze, Arbeiten aus der empirischen Bildungsforschung, schulpädagogische Perspektiven und sozialwissenschaftliche Annäherungen.

Einer der inhaltlichen Höhepunkte war der Keynote-Vortrag von Prof. Dr. Frank-Olaf Radtke. Der Frankfurter Erziehungswissenschaftler diskutierte, wie pädagogische Einrichtungen Differenzen ihrer Klientel wahrnehmen, etwa „Migrationshintergrund“, wie sie diese Unterscheidungen in der Organisation prozessieren und für ihre Entscheidungen nutzen und schließlich, welche Semantiken sie zur Legitimation von Ungleichheiten im Bildungserfolg einsetzen.

Eine der zentralen Stärken des Zukunftsforums sieht Prof. Dr. Christine Bescherer, Prorektorin für Forschung, Nachwuchsförderung und IT-Management der PH Ludwigsburg, „in der Verzahnung von inhaltlicher Diskussion, fachlicher Vernetzung und gezielter Betreuung, woraus sich speziell für Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler sehr gute Rahmenbedingungen ergeben können“. Beispielsweise werden die Beiträge von der Einreichung bis zur Präsentation von Shepherds begleitet, die den Nachwuchswissenschaftler/innen in ihrer Rolle als critical friend Feedback und Hilfestellungen geben.




Sommerakademie 2016 unter dem Motto „Grundlagen guter wissenschaftlicher Praxis“ am 8. und 9. Juli an der PH Freiburg

Prof. Dr. Timo Leuders (PH Freiburg) begrüßt die Teilnehmer/innen und Teilnehmer


Die Sommerakademie feierte in diesem Jahr ein kleines Jubiläum: Bereits zum fünften Mal fand die Veranstaltung für Promovierende, Promotionsinteressierte und Post-Docs zur Weiterqualifizierung in Forschungsmethoden und in für junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler relevanten Sozial- und Personalkompetenzen statt. Über die vergangenen fünf Jahre hat sie sich neben der Winterakademie und dem Zukunftsforum Bildungsforschung als eine von drei zentralen Veranstaltungen der Graduiertenakademie fix etabliert. Mit rund 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmern von allen sechs Pädagogischen Hochschulen und weiteren Hochschulen aus ganz Deutschland war die Sommerakademie auch in diesem Jahr wieder gut besucht.


In den sechs Workshops wurde über die eineinhalb Tagen ein spannendes und vielseitiges Programm geboten,  das von bereits länger für die Graduiertenakademie tätigen und neuen Workshopleiterinnen und Workshopleitern bestritten wurde.
Im Workshop von Frau PD Dr. Svenja Mareike Kühn (Universität Duisburg-Essen) „Promovieren mit Plan und Struktur – Projektmanagement für Promovierende” wurden unter anderem Techniken der Arbeitsorganisation behandelt, die helfen sollen, die vielfältigen Heraus- und mitunter auch Über-forderungen eines Promotionsprojekts zu meistern.  Prof. Dr. Janina Strohmer (PH Freiburg) leitete einen Workshop zum Thema „Item- und Skalenanalyse jenseits von SPSS: Einführung in die Programme AMOS, Mplus und ConQuest“, der den Teilnehmerinnen und Teilnehmern einerseits eine Einführung in fortgeschrittene statistische Methoden gibt und ihnen zudem verschiedene Programme zur Datenverarbeitung vorstellt. Eine Einführung in die qualitative Datenanalyse mit MAXQDA gab es im Workshop von Jonas Ringler (Universität Hildesheim).  Im Workshop von Maike Wäckerle (Humboldt-Universität zu Berlin) bekamen sowohl Einsteigerinnen und Einsteiger als auch erfahrene Forscherinnen und Forscher die Möglichkeit, an konkreten Beispielen die praktische Anwendung der Methode der Gruppendiskussion und deren Auswertung mit der Dokumentarischen Methode zu lernen bzw. zu vertiefen.  Als Fortsetzung des Workshops auf der Winterakademie war die „Schreibwerkstatt für Promovierende“ von Dr. Beate Richter (Wissenschaftliche Schreibwerkstatt Berlin) konzipiert.  Dieses spezielle zweiteilige Format wurde bereits im Vorjahr angeboten und ist auf sehr positive Resonanz gestoßen. Der sechste Workshop widmete sich wissenschaftlichen Argumentationslogiken. Der Workshop mit dem Titel „Wissenschaftlich(e) Argumente präsentieren“ wurde von Dr. Kenneth Horvath (PH Karlsruhe) geleitet.
Bei der Begrüßung bekamen außerdem die Doktorandenvertreter der PH Freiburg die Möglichkeit, ihre Arbeit im Doktorandenkonvent vorzustellen. Die von ihnen organisierte Nachwächterführung durch die Freiburger Altstadt für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Sommerakademie rundete in diesem Jahr  auf ganz besondere Weise die Veranstaltung ab.



„LehrerInnenbildung im Fokus – Forschungsperspektiven auf Kompetenz und Professionalisierung“: Bericht vom 2. Zukunftsforum Bildungsforschung

Prof. Dr. Christian Spannagel (PH Heidelberg) begrüßt die Teilnehmerinnen und Teilnehmer


140 Bildungswissenschaftlerinnen und der Bildungswissenschaftler aus ganz Deutschland nahmen von 27. bis 28. November 2015 an der PH Heidelberg an der Nachwuchstagung der Graduiertenakademie teil.
Unterrichtsqualität wird maßgeblich von der Expertise der Lehrerin bzw. des Lehrers beeinflusst. Die Erforschung von Kompetenzentwicklung und Professionalisierung in den drei Phasen der Lehramtsausbildung (Studium, Referendariat, Fort- und Weiterbildung) ist daher an den Pädagogischen Hochschulen in den letzten Jahren verstärkt in den Fokus des wissenschaftlichen Interesses gerückt. Die Aktualität der Thematik zeigt sich insbesondere an den PH-übergreifenden Promotionskollegs „Professionalisierung im Lehrberuf – Konzepte und Modelle auf dem Prüfstand“ (ProfiL) und „Effektive Kompetenzdiagnose in der Lehrerbildung“ (EKoL). Aus diesem Grund hat die Graduiertenakademie Befunde, Methoden und Zugänge zur Erforschung der Lehrerbildung zum Thema des diesjährigen Zukunftsforums Bildungsforschung gemacht. Aus fast 100 Einreichungen von (Nachwuchs-)Wissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern wurde in einem mehrstufigen Review-Verfahren ein Programm von 28 Sessions zusammengestellt. Die Vorträge der Promovierenden, Post-Docs und Professorinnen und Professoren befassten sich mit Kompetenzmodellen und Diagnoseinstrumenten, mit Konzepten und Wirkung von Fort- und Weiterbildung, mit der Erforschung der Praxiselemente im Lehramtsstudium und deren Verbindung zur Theorie sowie mit gesellschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen aktueller Bildungsprozesse und ihren Implikationen für die Lehramtsausbildung. Den Keynote-Vortrag hielt Prof. Dr. Birgit Spinath von der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. In ihrem Vortrag warf sie zentrale Fragen auf, denen sich die empirische Bildungsforschung im Hinblick auf ihre breitere Wirkung in der Gesellschaft gegenübersieht: „Wie kann der Impact der Bildungsforschung – sowohl in wissenschaftlicher Hinsicht als auch mit Blick auf die Verbesserung der Bildungspraxis – gesteigert werden? Welcher Kritik ist die Bildungsforschung ausgesetzt und inwiefern kann diese Kritik dazu genutzt werden, die Herangehensweisen zu verbessern und zu verlässlicheren Aussagen zu kommen?“ Daran anknüpfend wurde die Frage nach dem Verhältnis der Bildungsforschung zu ihrem Praxisfeld zum Abschluss der Tagung auch im „Blitzlicht Zukunftsforum“ von fünf Tagungsteilnehmerinnen und Tagungsteilnehmern diskutiert: Dr. Julia Bruns (Humboldt-Universität zu Berlin), Stella Ekler (PH Heidelberg), Prof. Dr. Ernst Hany (Universität Erfurt), Prof. Dr. Timo Leuders (Prorektor für Forschung der PH Freiburg) und Mirjam Maier (PH Karlsruhe) saßen auf dem Podium. „In den Diskussionsbeiträgen, wie auch in den Vorträgen der beiden Tage haben sich innovative Ansätze der Bildungsforschung gezeigt, die zukünftig der Lehrerbildung zugutekommen werden“, ist Prof. Dr. Christian Spannagel (PH Heidelberg) vom Scientific Board des Zukunftsforums Bildungsforschung 2015 überzeugt. Das Zukunftsforum wurde 2015 zum zweiten Mal ausgerichtet, nach der Tagung „Bildung durch Sprache – Sprache durch Bildung“ an der PH Freiburg im vergangenen Jahr hat sich die Teilnehmerzahl sogar verdoppelt. „Wir freuen uns sehr, dass die neu konzipierte Nachwuchstagung so gut angenommen wird, es ist uns ein großes Anliegen, den Promovierenden und Post-Docs ein Forum zur Präsentation ihrer Forschungsarbeiten zu bieten“, sagt Prof. Dr. Christiane Benz, Leiterin der Graduiertenakademie. Ein Erfolg, der 2016 fortgeführt werden soll – gastgebende Hochschule wird die PH Ludwigsburg sein, thematisch wird sich das Nachwuchssymposium an den Schlagworten „Heterogenität – Diversität – Inklusion“ orientieren.


Sommerakademie 2015 unter dem Motto „Forschen – Schreiben – Publizieren“ am 10./11. Juli an der PH Weingarten



Unter dem Motto „Forschen – Schreiben – Publizieren“ fand am 10. und 11. Juli an der PH Weingarten die mittlerweile 4. Sommerakademie der Graduiertenakademie der Pädagogischen Hochschulen Baden-Württembergs statt. Mit über 80 Teilnehmer/innen, die von  allen sechs PHs sowie von Hochschulen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz kamen, setzte sich das kontinuierlich wachsende Interesse der Vorjahre fort.
In ihrer Begrüßungsrede betonte Prof. Dr. Karin Schweizer, Prorektorin für Forschung der PH Weingarten, die Relevanz der Nachwuchsförderung, die an der PH Weingarten über hochschulspezifische Angebote wie zum Beispiel der Autumn School und die Unterstützung von Forschungsclustern vorangetrieben wird und stimmte im Anschluss die Teilnehmer/innen und Workshopleiter/innen mit einem Blick in die Geschichte der in den Mauern eines Benediktinerklosters untergebrachten Hochschule auf die zwei intensiven Workshoptage ein. Einen ersten Einstieg in qualitative Forschungsmethoden konnten die Promovierenden bei Dr. Birte Egloff (Goethe Universität Frankfurt) im Workshop „Einführung in die Interviewforschung“ bekommen. Für im Promotionsprozess bereits weiter Fortgeschrittene wurde der Workshop „Qualitative Inhaltsanalyse und Typenbildung“ bei Prof. Dr. Udo Kuckartz (Philipps-Universität Marburg) angeboten. Die statistische Analysewerkstatt von Dr. Kenneth Horvath (PH Karlsruhe) führte anhand der typischen Phasen eines quantitativen Auswertungsprozesses in die Grundlogiken statistischer Datenanalyse ein, von der Aufbereitung der Daten über den Umgang mit fehlenden Werten bis zur inhaltlichen Modellbildung. Der wissenschaftlichen Praxis auf einem ganz anderen Gebiet war die Schreibwerkstatt für Promovierende bei Dr. Beate Richter (Wissenschaftliche Schreibwerkstatt Berlin) gewidmet. Dieser Workshop war als Fortsetzung ihres Kurses auf der Winterakademie 2015 konzipiert, konnte jedoch auch als eigenständiges Modul belegt werden. Auch PD Dr. Svenja Mareike Kühn (Universität Duisburg Essen) hat sich in ihrem Workshop dem Thema Schreiben verschrieben. Der Fokus rückte in ihrem Workshop „Publikationsstrategien für Nachwuchswissenschaftler/innen“ allerdings auf den auf den Schreibprozess folgenden Schritt: das Publizieren. Dr. Markus Burger (Selbstständiger Trainer, slidewriting.com) zielte mit seinem Workshop ebenfalls auf die Vermittlung der eigenen Forschungsprojekte und -ergebnisse ab. Slidewriting, ein von ihm entwickeltes Konzept, umfasste wesentliche Elemente der Präsentationsgestaltung sowie speziell auf den wissenschaftlichen Kontext zugeschnittene  Beispiele und Modellpräsentationen. In allen Workshops hatten die Teilnehmer/innen die Möglichkeit, ihre Fragestellungen und Projekte auch konkret einzubringen und gemeinsam mit den Workshopleitenden und den anderen Teilnehmer/innen daran  zu arbeiten.
Neben der intensiven Arbeit in den Workshops boten die beiden Tage aber auch genügend Raum für informelle Gespräche mit Kolleg/innen sowie für das gegenseitige Kennenlernen, für fachlichen Austausch und interdisziplinäre Vernetzung. „Als ich promoviert und habilitiert habe, gab es so gut wie keine Graduiertenakademien oder andere institutionalisierte Netzwerke von Nachwuchswissenschaftler/innen. Viele haben in ‚Einsamkeit‘ und (manche glücklicherweise auch) in ‚Freiheit‘ promoviert, um einen Gedanken im Anschluss an Wilhelm von Humboldt abzuwandeln. Ich gehörte eher zu den ersteren, Einsamkeit ja, Freiheit weniger“, so die Leiterin der Graduiertenakademie Prof. Dr. Gabriele Weigand, die sich nach fünf erfolgreichen Jahren aus der Leitung der Graduiertenakademie verabschiedet hat. Das Motto der sechs Pädagogischen Hochschulen bleibt auch in den nächsten Jahren bestehen: "Gemeinsam für den wissenschaftlichen Nachwuchs".

Winterakademie 2015: Viertägiges Qualifizierungsprogramm für 120 Nachwuchswissenschaftler/innen

Bereits zum achten Mal fand von 3. bis 6. März 2015 die Winterakademie in Bad Herrenalb statt. Die Winterakademie gehört zu den zentralen Veranstaltungen der Graduiertenakademie (graph) der Pädagogischen Hochschulen Baden-Württembergs. Sie stieß auch dieses Jahr wieder auf breite Resonanz und war mit beinahe 120 Teilnehmer/innen äußerst gut besucht. Neben zahlreichen Nachwuchswissenschaftler/innen der sechs PHs kamen auch diesmal wieder Teilnehmer/innen von Hochschulen anderer Bundesländer und aus dem nahen Ausland. Wie schon in den Vorjahren fand die Winterakademie im „Haus der Kirche“ in Bad Herrenalb am Rande des Schwarzwalds statt. Die Klausuratmosphäre dieses Tagungshauses bietet in Verbindung mit dem breiten Workshopangebot einen außergewöhnlichen Rahmen zu inhaltlicher Vertiefung, wissenschaftlicher Diskussion und interdisziplinärer Vernetzung. Den inhaltlichen Kern der Winterakademie bildeten die insgesamt zwölf Workshops aus den beiden Kernbereichen „Forschungsprozess und Methodenkompetenz“ und „Sozial- und Personalkompetenz“. Neben bereits bewährten Workshops zu methodischen Kernfragen wie etwa der Entwicklung von Forschungsfragen und Forschungsdesigns oder der Anwendung spezieller quantitativer und qualitativer Erhebungs- und Analyseverfahren mithilfe von Programmen wie MaxQDA, SPSS, AMOS und MPlus, gab es auch Workshops zum wissenschaftlichen Schreiben für Promovierende, zu Zeit- und Selbstmanagement während der Promotion und zur Verbesserung der Englischkompetenzen im Kontext internationaler wissenschaftlicher Konferenzen. Die Workshops der Winterakademie sind generell so konzipiert, dass sowohl intensives Arbeiten an fachübergreifenden Inhalten ermöglicht wird als auch genügend Raum gegeben ist, um direkt auf die Forschungsschwerpunkte der Teilnehmenden einzugehen. Neben der Möglichkeit zur intensiven Beschäftigung mit den eigenen Projekten schätzen die Teilnehmenden an den Workshops auch den Austausch unter Peers und den Kontakt mit neuen Forschungsansätzen und -zugängen. Zusätzlich zum Workshopangebot wurde 2015 erstmals ein Kamingespräch zum Thema „Karrierewege in der Wissenschaft“ angeboten, das einen zwanglosen Rahmen zum Austausch zwischen Doktorand/innen und erfahrenen Forscherpersönlichkeiten bietet. Mit diesem und ähnlichen neuen Formaten will die Graduiertenakademie auch in Zukunft gezielte Schritte zum Ausbau der Förderung von Promovierenden und Post-Docs an den Pädagogischen Hochschulen setzen. In diesem Jahr gestaltete Dr. Birte Egloff von der Goethe-Universität Frankfurt das Kamingespräch. Dr. Egloff unterstützt die Graduiertenakademie seit vielen Jahren als Workshopleiterin im Bereich der qualitativen Methoden. Im Kamingespräch erzählte sie von ihrem eigenen Weg in die Wissenschaft und diskutierte mit den Anwesenden verschiedene Fragen zu deren aktueller persönlichen Situation. Auf besonderes Interesse stießen Fragen zum Umgang mit Rückschlägen und Entscheidungssituationen in der Planung einer wissenschaftlichen Karriere.


Sommerakademie 2014: Wissenschaftlicher Nachwuchs stärkt seine Forschungs- und Methodenkompetenz


Die diesjährige Sommerakademie der Graduiertenakademie fand turnusgemäß vom 13. bis 14. Juni 2014 an der PH Schwäbisch Gmünd statt: Über 60 NachwuchswissenschaftlerInnen von den sechs PHs und anderen Universitäten und Hochschulen aus ganz Deutschland trafen sich zu Workshops zur Weiterqualifizierung ihrer Forschungs- und Methodenkompetenzen.

In ihrer Begrüßung zur Veranstaltung betonte die Rektorin der PH Schwäbisch Gmünd, Prof. Dr. Astrid Beckmann, wie wichtig die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses an den Pädagogischen Hochschulen ist. Sie betonte ausdrücklich die Bedeutung der Graduiertenakademie und deren Ziel, WissenschaftlerInnen auf ihren Wegen in die Wissenschaft und in der Wissenschaft ein Stück weit zu begleiten und zu unterstützen.

Die diesjährige Sommerakademie bot einerseits Schulungen im Bereich softwaregestützter qualitativer Datenanalyse und Videodatenanalyse, andererseits Workshops zu Fertigkeiten, die für die Forschungspraxis relevant sind, wie z.B. Publikationsstrategien. Außerdem wurde mit der „Antragswerkstatt“ ein neues Format umgesetzt. Hierbei steht die gemeinsame Diskussion unter Peers von Forschungsförderanträgen durch ergänzende Beratung von zwei ForschungsreferentInnen im Fokus. Ein besonderer Akzent wurde mit der Evening Lecture zum Thema „Karrierewege zwischen Wissenschaft und Selbstständigkeit“ gesetzt. Dr. Thorsten Dresing schilderte den erfolgreichen Aufbau des Unternehmens Dr. Dresing & Pehl GmbH, das über das Informationsportal audiotranskription.de Lösungen für digitale Aufnahme & Transkription bietet. Er berichtete, wie er als junger Wissenschaftler zusammen mit einem Kollegen auf der Basis eigener Erfahrungen in der Forschungspraxis den Bedarf für neue Lösungen sah, er benannte Stolpersteine auf den Weg in die Selbstständigkeit, zeigte aber auch auf, was hilfreich war und wie Leidenschaft und Begeisterung für die eigene Tätigkeit letztlich zu ungeahnten Karrierewegen führen kann.

Die Veranstaltung war ein voller Erfolg: eineinhalb Tage erwiesen sich sowohl für die Workshopteilnehmerinnen und -teilnehmer als auch für die Referentinnen und Referenten als sehr fruchtbar und inspirierend. Von vielen Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Sommerakademie wurde angeregt, die Sommerakademie zeitlich auszudehnen, um die Beschäftigung mit den jeweiligen Workshopthemen zu intensivieren und mehr Zeit für Austausch in der Gruppe zu haben. Positiv hervorgehoben wurde, dass die ReferentInnen sehr flexibel auf die Wünsche und Bedürfnisse der TeilnehmerInnen eingegangen sind. Ermöglicht wurde die intensive Betreuung vor allem durch etwas kleinere Gruppengrößen.


1. März 2014


Hochwertige Weiterbildung für wissenschaftlichen Nachwuchs in Klausuratmosphäre bei der diesjährigen Winterakademie

Über 80 Doktorand/innen und Post-Doktorand/innen nahmen an der Winterakademie 2014 vom 25.-28. Februar in Bad Herrenalb teil.

 Bildungsfragen zählen zu den zentralen Herausforderungen unserer Zeit – entsprechend groß wird die Bedeutung der Bildungsforschung in den kommenden Jahren sein. Die nunmehr seit einigen Jahren in Bad Herrenalb stattfindende Winterakademie gehört mit ihrem differenzierten Workshopangebot zu den zentralen Veranstaltungen, die von der Graduiertenakademie der Pädagogischen Hochschulen Baden-Württembergs entwickelt wurden, um den gestiegenen Anforderungen an junge Bildungsforscher/innen zu begegnen.

Die Winterakademie, an der in diesem Jahr wieder mehr als 80 junge Wissenschaftler/innen auch aus anderen Bundesländern und dem nahen Ausland teilnahmen, bietet einen Raum zur Weiterqualifikation, Förderung und Vernetzung des wissenschaftlichen Nachwuchses. In den 11 Workshops wurde über vier Tage der Bogen von Präsentationstechniken und Kompetenzen im wissenschaftlichen Schreiben über Strategien zur Drittmittelakquise hin zur Beschäftigung mit empirischen Forschungsmethoden gespannt. Die Workshops sind so konzipiert, dass sowohl ein persönliches und intensives Arbeiten ermöglicht wird als auch genügend Raum gegeben ist, um direkt auf die Forschungsschwerpunkte der Teilnehmer/innen einzugehen. Als Workshopleiter/innen konnten wieder ausgewiesene Expert/innen von inner- und außerhalb der Pädagogischen Hochschulen gewonnen werden.

 
Neben der Möglichkeit zur intensiven Beschäftigung mit den eigenen Projekten schätzen die Teilnehmer/innen vor allem den Austausch zwischen den Hochschulen. Die Vielfalt der Forschungsinteressen und Zugänge ist eine Quelle der Inspiration für die eigene Forschung und es bieten sich zahlreiche Möglichkeiten zur Anbahnung von Kooperationen. Darin liegt auch einer der Gründe für die Ortswahl, wie Prof. Dr. Gabriele Weigand, die Leiterin der Graduiertenakademie, betont: „Die Klausuratmosphäre hier in Bad Herrenalb bietet auf besondere Weise die Möglichkeit zu konzentriertem Arbeiten, intensivem Austausch und vertiefenden Diskussionen.“

18. Dezember 2013

Winterakademie 2014

Im Rahmen ihres Qualifizierungs- und Professionalisierungsprogramms veranstaltet die Graduiertenakademie vom 25. bis 28. Februar die Winterakademie 2014. Die Teilnehmenden erwartet ein hochwertiges Workshopangebot zu forschungsmethodischen Kenntnissen und überfachlichen Kompetenzen. Wie in den vergangenen Jahren findet diese Klausurtagung im Haus der Kirche in Bad Herrenalb statt.


19. Juli 2013
Gemeinsam für den wissenschaftlichen Nachwuchs - Graduiertenakademie der Pädagogischen Hochschulen an der PH Karlsruhe eingerichtet

Mit der gemeinsamen Unterzeichnung des Kooperationsvertrags durch die Rektorinnen und Rektoren der sechs Pädagogischen Hochschulen setzen diese ein Zeichen: Heute mehr denn je verstehen sie sich als Zentren für die Schul- und Bildungsforschung. Dies sieht auch die Politik so, wird doch die Graduiertenakademie vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg (MWK) finanziell unterstützt.

Mit rund 70 abgeschlossenen Promotionen im Jahr, von denen viele im Kontext größerer Forschungsvorhaben entstehen, nehmen die Pädagogischen Hochschulen einen wichtigen Platz in der Bildungsforschung ein. „Die Pädagogischen Hochschulen betrachten die nachhaltige Nachwuchsförderung als eine ihrer zentralen Aufgaben“, so Prof. Dr. Gabriele Weigand, Prorektorin für Forschung und Leiterin der Graduiertenakademie mit Sitz an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe. „Die Graduiertenakademie leistet einen wichtigen Beitrag zur Qualifizierung und Professionalisierung der Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler und bietet eine einzigartige Möglichkeit des wissenschaftlichen Austauschs und der Vernetzung.“

Das umfangreiche Programm der Graduiertenakademie besteht aus z. T. mehrtägigen hochschulübergreifenden und lokalen Angeboten und erstreckt sich von themenspezifischen Veranstaltungen über Forschungsmethoden und überfachlichen Schlüsselkompetenzen bis hin zur Unterstützung individueller Forschungsanträge und wissenschaftlicher Karriereplanung. Alle Veranstaltungen werden bedarfsorientiert organisiert und auf die individuellen Bedürfnisse der Zielgruppe abgestimmt. Die Doktoranden und Postdocs wissen die Möglichkeiten, die sich mit der Graduiertenakademie eröffnen, sehr zu schätzen. Als nächstes größeres Projekt steht die Etablierung einer Open-Access-Zeitschrift im Bereich der Bildungsforschung an, in die der wissenschaftliche Nachwuchs aktiv eingebunden ist und von erfahrenen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in einem Tandem-Mentoring-Programm begleitet wird.

1. Juni 2013
Die Graduiertenakademie mit neuem Auftritt

Die Graduiertenakademie der Pädagogischen Hochschulen präsentiert sich in neuem Corporate Design und mit einem eigenen Webauftritt.

Seit die Graduiertenakademie ihre Arbeit vor gut zweieinhalb Jahren aufgenommen hat, hat sie ihre Bildungs- und Serviceangebote  für den wissenschaftlichen Nachwuchs fortlaufend erweitert und verbessert. Mit dem neuen Corporate Design und dem eigenen Webauftritt sollen die wissenschaftliche Einrichtung und ihre Arbeit sichtbarer und einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Das Corporate Design wurde zusammen mit der Designagentur Wagner / Rexin entwickelt. Zentrale Bestandteile sind das neue Logo, das aus einer Bild- und Wortmarke besteht, und das Farbklima mit dem dominanten Farbton magenta. Gemeinsam verleihen sie der Graduiertenakademie ein unverkennbares Erscheinungsbild mit hohem Wiedererkennungswert. Dieses Erscheinungsbild verkörpert zugleich all das, wofür die Graduiertenakademie und ihre Angebote stehen: Wissenschaftlichkeit, Qualität und Kreativität.

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