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Keynotevorträge

Für das Zukunftsforum Bildungsforschung konnten Prof. Dr. Gerd E. Schäfer (Universität zu Köln) und Prof. Dr. Peter Cloos (Universität Hildesheim) als Hauptredner gewonnen werden.

Das Professionalisierungsdilemma der Frühpädagogik – Thesen zur aktuellen Entwicklung in Forschung und Praxis

Vortrag von Prof. Dr. Peter Cloos (Universität Hildesheim) auf dem Zukunftsforum Bildungsforschung, 17. November 2017, Karlsruhe


Während die Arbeit in Kindertageseinrichtungen vor nicht allzu langer Zeit eher im Schatten bildungspolitischer Debatten stand, erfährt die Frühpädagogik mit der zunehmenden Institutionalisierung der Kindertagesbetreuung eine neuerliche Anerkennung. Mit dieser gesteigerten Anerkennung der Kindertageseinrichtungen als zentrale Orte der Bildung, Erziehung und Betreuung wachsen die an die Frühpädagogik herangetragenen Erwartungen, die aber nicht allein durch Professionalisierungsmaßnahmen erfüllt werden können. Im Vortrag werden die Chancen, aber auch die Folgen gesteigerte Professionalisierungserwartungen beleuchtet und in diesem Zusammenhang Thesen zur aktuellen Entwicklung in Forschung und Praxis entwickelt.



Herausforderungen eines Bildungsverständnisses für eine Pädagogik der frühen Kindheit
Vortrag von Prof. Dr. Gerd E. Schäfer (Universität zu Köln) auf dem Zukunftsforum Bildungsforschung, 18. November 2017, Karlsruhe


Zunächst geht es um eine Klärung dessen, was unter dem Begriff der Bildung verstanden werden kann. Damit soll - zum einen - der Begriff aus der Beliebigkeit seiner öffentlichen Verwendung herausgehoben und - zum anderen - an seine spezifischen Inhalte erinnert werden.

Doch ist dieser Begriff innig mit der Vorstellung eines autonomen Subjekts verbunden, dessen historische Relativierungen zur Kenntnis genommen werden müssen. Insbesondere wird mit Foucault an gesellschaftliche Mächte erinnert, welche die Praxis des Subjekts unterlaufen. Will man dennoch den Begriff der Bildung als mögliche Praxis - und Alternative zu einem Kompetenzdenken - aufrecht erhalten, dann kann man die Rolle des Subjekts auf keine Natur gründen, sondern muss es als ein relationales Subjekt neu bestimmen.

Das bringt eine Aufmerksamkeit für ein implizites Lernen mit sich, das, jenseits des Bewusstseins, von Geburt an dieses relationale Subjekt hervorbringt. Es wird mit Hilfe eines Konzept des Erfahrungslernens durch Teilnahme am Alltagsleben innerhalb und außerhalb der Familie erläutert. Speziell unter frühpädagogischem Blickwinkel treten damit die Möglichkeiten des jungen Kindes zu diesem Erfahrungslernen in den Blick der Bildungsdiskussion und die Frage, wie dieses durch eine geeignete - partizipatorische - Pädagogik herausgefordert und unterstützt werden kann.


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